Über StEG

Die Teilnahme am Ganztag kann das Sozialverhalten von Schülerinnen und Schülern positiv beeinflussen und das Risiko von Klassenwiederholungen verringern; diese Wirkungen zeigten sich bereits in bisherigen Ergebnissen der Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG). Profitieren kann vor allem, wer langfristig und mehrmals pro Woche am Ganztag teilnimmt. Und noch ein weiterer Faktor scheint eine wichtige Rolle zu spielen: die Gestaltung der außerunterrichtlichen Angebote. Deshalb wurden auch Qualität und Wirkungen von Ganztagsangeboten näher in den Blick genommen.

In der dritten Förderphase (2016-2019) sollen diese Ansatzpunkte weiter verfolgt und in Teilstudien vertieft werden. Ziel ist es zu untersuchen, wie Ganztagsschule zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern beitragen kann. Während das Bildungsmonitoring Ganztagsschule fortgesetzt wird, werden in den vier Teilstudien weiterführende Fragestellungen untersucht. Die aktuellen Informationen zu den vier Teilstudien ab 2016 finden Sie hier in Kürze.

Erfahren Sie mehr:
> zu den zentralen Themen der zweiten Phase von StEG
> über unsere Untersuchungen zu Gestaltung und Wirkungen von Ganztagsangeboten
> Details zum Bildungsmonitoring Ganztagsschule

Mit unserer Forschung wollen wir Bildungsverwaltung, Bildungspolitik und die einzelnen Schulen dabei unterstützen, den Ganztag systematisch weiterzuentwickeln. Diesem Ziel dient auch das Bildungsmonitoring Ganztagsschule, das bereits seit 2005 Bestandteil von StEG ist.

Optimale Lernbedingungen

Um die Frage nach den optimalen Lernbedingungen in der Ganztagsschule zu beantworten, betrachten wir in unserer aktuellen Forschung die gesamte Bildungslaufbahn – vom Schuleintritt bis zum Übergang in die Berufsausbildung und noch darüber hinaus. Unsere Untersuchungen haben wir in mehrere Teilstudien untergliedert, die sich jeweils auf eine bestimmte Altersstufe oder ein spezielles Erkenntnisinteresse konzentrieren. Auf diese Weise können wir jede einzelne Fragestellung umfassender bearbeiten als in der Gesamtschau.

In drei Projekten nehmen wir zentrale Ereignisse und Lernfelder der verschiedenen Altersstufen in den Blick: Wir erfassen in regelmäßigen Abständen, wie erfolgreich die Schülerinnen und Schüler bestimmte Fähigkeiten erweitert oder bestimmte Herausforderungen bewältigt haben. Anschließend prüfen wir, welche Bedingungen für die beobachteten Entwicklungen verantwortlich sind.

Unsere vierte Untersuchung geht gezielt auf die Wahrnehmungen und Handlungen einzelner Akteure ein. Diese individuelle Perspektive verknüpfen wir systematisch mit den Ergebnissen der anderen Projekte. So stellen wir einen besonders engen Bezug zwischen unseren Daten und der konkreten Ganztagspraxis her.

Bildungsmonitoring Ganztagsschule

In einer weiteren Teilstudie setzen wir das Bildungsmonitoring Ganztagsschule fort: Für die Jahre 2005 bis 2010 haben wir die Entwicklung der deutschen Ganztagsschullandschaft bereits umfassend nachgezeichnet. Diese Darstellung erweitern wir nun um die Erkenntnisse aus zwei repräsentativen Schulleitungsbefragungen, die wir in den Jahren 2012 und 2015 durchführen.

Mit den Befragungen erfassen wir vor allem inhaltliche Informationen dazu, wie die Ganztagsschulen strukturiert und organisiert sind. Dabei berücksichtigen wir auch die unterschiedlichen Modelle von Ganztagsschule, die in den einzelnen Ländern existieren. So wollen wir noch weitere Ansatzpunkte für die systematische Weiterentwicklung der einzelnen Schulen aufzeigen.

Sie interessieren sich für weitere Informationen?

Hier erfahren Sie Näheres zur ersten Phase von StEG.
Hier erhalten Sie unsere Broschüre zu den Ergebnissen der ersten Phase als PDF.
Hier finden Sie die detaillierte Darstellung der aktuellen Teilstudien.